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Eine zentrale Figur der medizinischen Geschichte ist
Hippokrates. Er war ein griechischer Arzt, der im 5.
Jahrhundert schon im antiken Griechenland sehr bekannt
war.
Hippokrates erkannte als erster Arzt, daß Krankheiten
nicht durch göttliches Geheis über den Menschen
kamen, sondern eine natürliche Ursache hatten.
Im alten Rom wurde das Gesundheitswesen durch die Erforschung
von Heilkräutern vorangetrieben, auch erkannte
man, daß Hygiene sehr wichtig ist. Zudem wurde
der Mensch in seiner Struktur und seiner Funktion weiter
untersucht.
Paracelsus
Leider passierte dann ziemlich wenig in Sachen Gesundheit.
Erst Paracelsus
gab neue Impulse. Er studierte die alten Aufzeichnungen
und vertrat dann die Meinung, daß Krankheiten
durch äußere Einflüsse verursacht werden.
Er erkannte zudem, daß bei Krankheit die Selbstheilungskraft
des Körpers gekräftigt werden muß. Er
gilt als Begründer der pharmazeutische Medizin
und brachte neue Mittel wie Opium, Schwefel, Eisen und
Arsen in die Medizin ein.
Hahnemann
Geboren wurde Christian Friedrich Samuel Hahnemann
am 10. April 1755 in Meissen.
Er war das dritte Kind seiner Eltern Johanna Christiane
Spiess und Christian Gottfried Hahnemann, der von Beruf
Porzellanmaler war.
Wie es damals so war, lebte die Familie in bescheidenen
Verhältnissen, da der Beruf des Vaters nicht besonders
gut entlohnt wurde. Trotzdem bekam Christian Friedrich
Samuel Hahnemann eine gute Schulausbildung. Unter anderem
bekam er durch ein Stipendium die Möglichkeit,
an der Meissner Fürstenschule St. Afra zu lernen,
für "normale" Bürger der damaligen
Zeit ein absolutes Glück. Danach hatte Hahnemann
die Möglichkeit, ab 1775 in Leipzig und Wien Medizin
und Chemie zu studieren.
Während seines Studiums, das Geld war knapp und
die Eltern arm, verdiente er sich durch Übersetzungsarbeiten
etwas hinzu, vorwiegend medizinische Texte.
Ab 1777 dann hatte Hahnemann das große Glück,
für den Freiherr Samuel von Brukenthal als Leibarzt
und Bibliothekar zu arbeiten.
1779 beendete Hahnemann sein Studium an der Universität
Erlangen.
Als Arzt, Chemiker und Schriftsteller arbeitete Hahnemann
in vielen verschiedenen Städten. Alles in allem
sah es nach keiner ruhmreichen Zukunft für ihn
aus. Erst durch seine Heirat mit der Apothekerstochter
Johanna Leopoldina Henriette Küchler 1782, brachte
ihm die nötige Bodenständigkeit für seine
medizinischen Studien. Er bekam mit seiner Ehefrau acht
Kinder.
Da auch das Behandeln von Kranken damals nicht immer
genug Geld zum Leben einbrachte, schrieb er zu seiner
Praxistätigkeit medizinische Texte.
Die damalige Medizin, die geprägt war von Aderlässen,
Einläufen und eher schädlichen als nützlichen
Medikamenten, war ihm ein Dorn im Auge. Zudem appellierte
er an mehr Hygiene und eine gesunde Lebensweise in der
Gesellschaft. Damit ärgerte er jedoch die etablierte
Doktoren der damaligen Zeit. Schließlich schloß
er seine Praxis und verdiente sein Leben ausschließlich
mit Übersetzungen von medizinischen Texten.
Während der Übersetzung der "Materia
Medica" des schottischen Arztes Dr. William Cullen
im Jahre 1790 las er ausführlich über die
Chinarinde, die Dr. Cullen gegen Malaria empfahl.
Die Chinarinde interessierte ihn so sehr, daß
er, obwohl gesund, mehrere Tage lang immer wieder eine
geringe Menge der Chinarinde einnahm.
Es entwickelten sich Symptome, die denen der Malaria
ähnlich waren. Allerdings verschwanden die Symptome
kurze Zeit nach dem Absetzen der Chinarinde wieder.
Verwundert und fasziniert von dieser Entdeckung testete
Hahnemann Chinarinde an anderen Menschen, natürlich
Freiwilligen.
Als sich seine Beobachtungen bestätigten, testete
er auch noch andere Substanzen, wie zum Beispiel die
Tollkirsche und Arsen.
Aus diesen Beobachtungen und seinen Aufzeichnungen
folgerte er, daß ein Stoff, der ein Leiden auslöst,
gleichzeitig bei einer Krankheit, die die gleichen Symptome
hat, helfen kann.
Da viele Substanzen, man denke nur an Arsen, sehr giftig
waren, verdünnte er sie stark. Er machte die Beobachtung,
daß, je mehr ein Mittel verdünnt wurde, es
umso besser half. Daraus entwickelte er die Potenzierung.
Über Jahre hinweg ging er seinen Forschungen nach,
untersuchte sehr viele unterschiedlich Stoffe, auch
in Bezug auf verschiedene Krankheiten.
Im Jahre 1810 brachte er dann sein gesammeltes Wissen
heraus, das "Organon der Heilkunst", zu der
Zeit noch "Organon der rationellen Heilkunde"
genannt.
Im Jahre 1811 zog Hahnemann nach Leipzig, wo er einen
Lehrstuhl angeboten bekam.
Inzwischen nahmen sich zahlreiche Schüler seiner
Lehre an, Hahnemanns Methode wurde als neue Heilkunst
gefeiert.
Im Jahre 1830 starb Samuel Hahnemann's Frau. Er erhielt
danach viel Unterstützung von seinen Töchtern
in seiner Praxis.
Im Jahre 1834 lernte Samuel Hahnemann die französische
Malerin Mélanie dHervilly kennen. Sie kam
als eine Patientin in Hahnemanns Praxis in Köthen.
Allerdings verliebten sich die Beiden bald ineinander,
sie war 35 Jahre, er inzwischen fast 80. Trotzdem heirateten
sie in zogen nach Paris. Dort arbeitete Hahnemann als
angesehener Arzt bis zu seinem Tode im Jahre 1843, es
war der 2. Juli. Die Todesursache war wahrscheinlich
eine Lungenentzündung.
Lesen
Sie hier in Samuel Hahnemanns Buch "Organon der
Heilkunst"
Die Nachfolger Hahnemanns
Nach Hahnemann befassten sich Dr. Constantine Hering
(1849-1916) und Dr. James Tyler Kent weiter mit der
Erforschung der Homöopathie.
Kent wandte sich speziell der klassische Homöopathie
zu, die auf die Konstitutionstypen der Patienten achtete
und hohe Potenzen benutzte.
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