Homöopathie
Homöopathische Mittel

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Berberis

Der Ursprungsstoff von Berberis ist der Sauerdorn, der in der Naturheilkunde recht bekannt ist. Dieser Sauerdorn stammt ursprünglich aus Asien, Südamerika und Europa. Er wächst in lichten Wäldern und auf kalkhaltigen Hügeln in Gebüschen. Charakteristisch sind ihre roten Beeren. Berberis wird auch als Zierstrauch in Gärten angepflanzt.

Im Sauerdorn ist ein Wirkstoff enthalten, das Berberin, das zum Beispiel den Cholesterinspiegel senken kann, das antiseptisch wirkt, das sogar leicht krebsfeindliche Eigenschaften hat und das außerdem eine positive Wirkung auf das zentrale Nervensystem hat.

Griechische und arabische Ärzte haben bereits in der Antike mit Berberis-Anwendungen gearbeitet.

Das homöopathische Mittel Berberis wird aus der Wurzelrinde des Sauerdornstrauches hergestellt. Eingesetzt wird es bei Verdauungsbeschwerden, Beschwerden der Ausscheidungsorgane, aber auch bei Nierenleiden oder juckenden Entzündungen der Haut.

So hilft Berberis aber auch bei Harnwegsinfektionen, insbesondere bei brennenden Schmerzen in der Harnröhre oder wenn die Schmerzen sehr weit in alle Richtungen ausstrahlen. Berberis vulgaris hilft zudem bei Gicht, Hauterkrankungen und rheumatischen Beschwerden.

Häufig eingesetzt im Bereich
Niere und ableitende Harnwege, Leber, Gallenblase.

 

Erkrankungen und Beschwerden haben

  • hohem Blutdruck
  • depressiven Zuständen
  • Migräne
als Ursache.

 

Berberis in der Homöopathie

Dieses homöopathische Mittel wird besonders oft:

  • bei Problemen mit den Gelenken,
  • bei Rückenschmerzen,
  • bei Nierenentzündungen oder Blasenentzündungen,
  • bei Schuppenflechte,
  • bei einer Reizblase oder
  • bei Akne
  • bei Nesselsucht
  • bei Nierenkoliken
  • bei Problemen mit der Wirbelsäule
  • bei Problemen mit der Leber, der Galle und den Nieren
  • bei Hautproblemen
eingesetzt.


Mögliche Anwendungsgebiete von Berberis

Das homöopathische Mittel Berberis kann man zum Beispiel einsetzen, wenn im Blut ein zu hoher Harnsäurespiegel vorhanden ist. Dies führt dann zu Beschwerden wie entzundenen Gelenken, Arthritis, Muskelrheuma, Gicht oder Lumbago.

Außerdem findet dieses Mittel Anwendung, wenn der Erkrankte unter einer Leberschwäche leidet, außerdem wenn sich Gallensteine oder gar Gallengries gebildet haben, wenn sich Nierensteine oder Nierengries gebildet haben oder bei einer beginnenden leichten Gelbsucht. Ein weiterer Ansatzpunkt sind entzundenen Harnwege, bei denen es zu stark brennenden Schmerzen beim Wasserlassen kommt und wenn der Harn rötlich gefärbt ist.

Das typische Erscheinungsbild

Das homöopathische Mittel Berberis eignet sich besonders bei Menschen, die ständig müde und erschöpft aussehen. Sie sind blass bzw. wirken grau, sie haben dunkle Ringe unter den Augen. Diese Menschen haben das Gefühl, als würde ein Helm ihren Kopf zusammendrücken. Außerdem haben sie stechende Schmerzen im Rücken, sie klagen unter einem starken Druck im oberen Bauchbereich. Nicht selten haben sie Fisteln am Anus oder auch Hämorrhoiden.
Typisch ist, dass die Haut stark juckt, dass sich Ekzeme ausbilden und dass alle Schleimhäute am Körper extrem trocken sind.


Typische Personen

Typisch für diese Personen ist außerdem, dass sie sehr oft niedergeschlagen sind, sie sind ständig erschöpft. Auch deshalb ist ihnen alles gleich, sie interessieren sich kaum für etwas oder jemanden.
Die zeigen kaum Durchhaltevermögen, sie haben kaum Widerstandskraft in sich.
Frauen haben oft Schwierigkeiten, die Rolle einer Frau, einer Ehefrau oder einer Mutter anzunehmen.
Diese Menschen schweigen oft, sie reden nicht viel. Und schließlich haben sie Schwierigkeiten, geistige Arbeiten zu erledigen.

Die richtige Dosierung

Bei rheumatischen und urologischen Beschwerden empfiehlt sich die Gabe der Potenz D 6. Diese gibt man zweimal am Tag mit jeweils fünf Globuli.
Bei Verdauungsbeschwerden und Beschwerden mit der Leber sollte man jeweils am Morgen und am Abend 20 Tropfen der Potenz D 6 nehmen.

Da Berberis nicht unbedingt zu den Mitteln gehört, die besonders schnell helfen, sollte man dies jeweils mindestens eine Woche lang durchführen.

In der Schwangerschaft

Das homöopathische Mittel kann in der Schwangerschaft genommen werden, wenn die schwangere Frau Probleme mit Harnwegsbeschwerden hat. Dies sind zum Beispiel eine Nierenbeckenentzündung oder eine Blasenentzündung.

Zudem kann man dieses Mittel verwenden, wenn durch die Organverdrängung im Mutterleib es zu Beschwerden mit der Leber und der Galle kommt. Dies kann dann zum Beispiel ständige Übelkeit auslösen.

Für das Baby

Dieses Mittel kann man verwenden, wenn das Baby Fieber hat. Dieses Fieber tritt typischerweise gegen 11 : 00 Uhr am Morgen auf. Das Baby hat dann ein extrem heißes Gesicht, während der Körper an sich eher kalt bleibt.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist Windeldermatitis. Dabei bildet sich ein starker Juckreiz, der nachlässt, nachdem man die betroffenen Hautstellen kühlt. Die Betroffenen Hautstellen sind zudem bräunlich gefärbt, auch nachdem der eigentliche Ausschlag wieder abgeheilt ist.

Da man bei einem Baby schlecht eine Anamnese durch Befragung durchführen kann, sollte man auf das Aussehen des Babys achten. Hinweise auf dieses Mittel sind zum Beispiel
  • ein blasses Gesicht
  • eingefallene Wangen
  • dunkle bis bläuliche Ringe um die Augen herum

Berberis für Tiere - Hund, Katze, Pferd

Bei Tieren kann man dieses Mittel einsetzen, wenn Sie unter Koliken, speziell Nierenkoliken, leiden. Typischerweise treten die Koliken auf der linken Körperseite auf. Die Tiere wirken allgemein schwach, sie schwitzen stark bzw. Hunde hecheln auffällig.

 

Nebenwirkungen von Berberis

Wie bei jedem anderen homöopathischen Mittel kann auch bei Berberis eine sogenannte Erstverschlimmerung eintreten. Sollte diese Erstverschlimmerung besonders stark sein, so sollte man die Dosierung reduzieren. Wenn die Beschwerden durch die Erstverschlimmerung wieder vergangen sind, sollte man wieder zur ursprünglichen Dosierung zurückkehren. Sollten dann wieder stärkere Beschwerden auftreten, sollte man dieses Mittel absetzen.



Häufige Symptome (Leitsymptome)

  • Der Betroffene
  • - hat einen häufigen Harndrang. Die Harnröhre brennt. Der Urin ist schleimig und rötlich
    - hat anhaltende Nierenschmerzen oder Rückenschmerzen
  • - ist schwach, bleich, hat dunkle Augenringe
    - hat ein Gefühl von Zerschlagenheit und Schwäche
    - hat Schmerzen in allen Gliedern, Muskeln und Gelenken
  • - hat Nieren-, Gallen- und Blasenleiden, dazu Schmerzempfindungen in der Lebergegend
  • - hat kolikartige bis stechende Schmerzen, die in andere Körperregionen ausstrahlen
  • - hat Neuralgien in allen möglichen Körperregionen
  • - hat Nierensteine, dazu stechende Schmerzen, die ausstrahlen
  • - hat Schmerzen, die von den Harnleitern hin zu den Hoden, zur Harnröhre oder zu den Oberschenkeln ausstrahlen
  • - hat Blasenschmerzen, dazu starken Harndrang, es bessert sich durch Bewegung
  • - hat Kreuzschmerzen, auftretend mit plötzlichen stechenden Schmerzen, die zur Hinterseite der Oberschenkel strahlen
  • - hat eine wandernde Arthritis
  • - hat plötzliche und schmerzende Stiche in seinen Extremitäten
  • - hat Bauchschmerzen
  • - hat wechselnden Stuhlgang
  • - hat große Übelkeit
  • - hat starken Harndrang
  • - hat einen ziegelroten Satz im Urin
  • - hat stark brennende Schmerzen, die stechen in den Körper hinein ausstrahlen
  • - hat stark ausgeprägter Durst
    - hat ein trockener Mund
    - hat total trockene Schleimhäute (beispielsweise im Mund, an der Vagina)
  • - hat die Person neigt zu starkem Schwitzen
    - hat ausgeprägter Harndrang, einher gehend mit Brennen beim Urinieren
    - hat Schmerzzustände und Taubheitsgefühle, Gliedersteife
    - hat Schmerzzustände und Schmerzen strahlen nach unten hin
    - hat kein tiefer Schlaf, kaum erholender Schlaf, oftmaliges Erwachen zwischen 2 - 4 Uhr
    - hat am Morgen nach dem Aufstehen große Müdigkeit
  • - Frauen haben eine nur spärliche Menstruationsblutung, einher gehend mit brennenden und stechenden Schmerzen an der Vagina und am Anus
  • - die betroffenen Personen haben das Empfinden, als wäre ihr Kopf plötzlich zu groß
  • - auch Dinge und Sachen wirken plötzlich größer, als sie in Wirklichkeit sind
  • - Symptome treten überwiegend linksseitig auf

  • Die betroffene Person leidet unter stechenden Schmerzen im Nierenbereich, die bis in die Blase strahlen.
    Die betroffene Person leidet unter brennenden und schneidenden Schmerzen beim Urinieren.
    Die betroffene Person leidet unter rheumatischen Schmerzen, dazu Steifheit und ein typisches Zerschlagenheitsgefühl, er ist allgemein Schwach.
    Es besteht eine Neigung zu Steinleiden in den Nieren und / oder auch in der Galle.


Übersicht zu Berberis

Deutscher Name

Art des Stoffes

Pflanzlich

Typische Potenzen
Besonders häufig werden die Potenzen D6, D12, C30 und C200 verwendet.

 

Abkürzung

Berb.



Modalitäten:

Besser durchDas Leiden wird verbessert durch

Eine Verbesserung der Beschwerden tritt ein durch Wärme, Ruhe, durch Massagen und durch Stuhlgang.


Schlechter durch Das Leiden wird verschlechtert durch

  • Stehen und Sitzen
  • Bewegung
  • Erschütterung
  • Anstrengung
  • hartes Auftreten
    Müdigkeit
    Wasserlassen
    Von einem Stuhl aufstehen

Selbstbehandlung Beispiele zur Selbstbehandlung

  • Gallenbeschwerden
    Die betroffene Person hat leichte Gallenbeschwerden. Die Gallenblase schmerzt, der betroffenen Person ist es sehr übel und sie spürt einen deutlichen Druck im oberen Bauchbereich. Generell besteht eine Anfälligkeit zur Bildung von Gallensteinen. Oft kommt es auch zu kolikartigen Beschwerden.

  • Nierenbeschwerden
    Der gesamte Harnapparat entzündet sich immer wieder und ist besonders empfindlich und anfällig. Die betroffene Person neigt zur Steinbildung bzw. zur Grießbildung. Es kommt oft zu Blasenentzündungen. Beim Urinieren brennt es extrem stark.

 


Quellen





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