Gelsemium sempervirens

Der Gelbe Jasmin ist ein Strauch, der in Asien und Afrika beheimatet ist.
Wegen seiner kleinen gelben, intensiv duftenden Blüten erfreut er sich in unseren Breiten als Zierpflanze einer großen Beliebtheit.

Gelsemium ist eines der wichtigsten Mittel gegen Grippe und bei Erkältungen. Aber auch bei Lampenfieber und Prüfungsangst hat es sich bewährt. Auch bei Kopfschmerzen und nervösen Störungen kommt Gelsemium in der Homöopathie häufig zum Einsatz.

Die Betroffenen sehen aus wie betäubt, sind sehr zittrig und haben trotz Fieber keinen Durst.

Das homöopathische Mittel Gelsemium ist dann besonders angezeigt, wenn man sich körperlich und geistig erschöpft fühlt, wenn man einfach nur noch in Ruhe gelassen werden möchte und wenn die Muskeln unserem Willen nicht mehr gehorchen wollen.

Typisch ist die Angst vor hoch gelegenen Plätzen und vor offenen Plätzen, betroffene Menschen haben aber oft auch Angst vor Gewittern oder vor Prüfungen, sie leiden besonders oft unter Lampenfieber.

Angst, Schrecken oder Furcht vor etwas fügen den Betroffenen körperliche Beschwerden zu, so zum Beispiel Kopfschmerzen. Diese Kopfschmerzen steigen vom Nacken nach oben hinauf. Die Schmerzen sind dann pulsierend, es kommt oft zu erweiterten Pupillen, auch zu Sehstörungen und Schmerzen in den Augäpfeln.

Typisch für Gelsemium ist auch, dass man das Gefühl hat, als läge ein Band um den Kopf, das immer enger wird.

Typische Anwendungsgebiete:
Bei Ängsten, bei Lampenfieber oder Prüfungsangst
Bei Nervosität mit Zittern, dazu Schwäche, manchmal auch Durchfall und häufiges Wasserlassen
Bei Grippe und Halsschmerzen, auch bei Heuschnupfen, dazu Gliederschwäche, Frieren, Fieber, Kopfschmerzen


Die Beschwerden verschlechtern sich u. a. durch Nebel, durch Aufregung, vor einem Gewitter, durch Rauchen, durch das Denken an die Beschwerden und besonders morgens um 10:00 Uhr.

Eine Verbesserung der Beschwerden erfolgt u. a. durch Vorwärtsbeugen, durch Urinieren, unter freiem Himmel, durch Bewegung.


Typische Symptome Typische Symptome (Leitsymptome), die auf dieses Mittel hindeuten

Ganz allgemein ist ein Grippekatarrh mit heftigem Kopfschmerz das Hauptsymptom, zu dessen Behandlung sich Gelsemium anbiete.

  • Die Betroffenen haben mittelhohes, lang anhaltendes Fieber.
  • - haben Kopfschmerzen vom Hinterkopf zu den Augen.
  • - haben Sehstörungen.
  • - verspüren eine große Benommenheit.
  • - sind schläfrig.
  • - haben schwere Augenlider.
  • - haben wenig Durst.
  • Die Beschwerden sind eine Folge von Erregung und Schreck.
  • Dem Betroffenen schmerzt der ganze Körper, er fühlt sich schwach.
  • Es treten häufig Rachen- und Kehlkopfkatarrhe auf.
  • Die Beschwerden treten nach einem Schock, durch Angst, schlechte Nachrichten oder Stress auf.
  • Die Betroffenen sind schwach vor Angst.
  • - sind wie gelähmt.
  • - sind sprachlos.
  • - leiden vor oder bei Prüfungen unter Durchfall.
  • - fühlen sich apathisch, schlapp, benommen, ohne Energie.
  • - haben eine zittrige Schwäche von Händen und Füßen.
  • Die Betroffenen haben das Gefühl, als bleibe das Herz stehen.
  • Die betroffene Person denkt, sie müsse sich ständig bewegen, da ansonsten das Herz stehen bleiben würde.
  • Die Betroffenen haben keinen Durst.
  • - haben frostige Schauer über den Rücken.
  • - sind sehr schläfrig und erschöpft.
  • - haben ein rotes, etwas aufgedunsenes, dunkles Gesicht.
  • - leiden unter Kopfschmerzen oder Migräne, sehen doppelt. Dies bessert sich durch Urinieren.
  • - haben Nackenschmerzen.
  • - leiden unter Schwindel und Nackenschmerzen.
  • - haben ein Kloßgefühl im Hals und wunde Halsschmerzen, die bis ins Ohr strahlen.
  • - haben einen fließenden Schnupfen.
  • - haben Beschwerden durch Lampenfieber.
  • - zittern vor Schrecken, vor Anstrengung oder vor einer Erwartungsspannung.
  • - haben Beschwerden oder auch ein Schwächegefühl, die nach einem grippalen Infekt nicht wieder vergehen.
  • - haben klebrige Schweißabsonderung an ihrem ganzen Körper.
  • - haben abwechselnd Frostschauer und Hitzewellen.
  • - haben ein Schwindelgefühl, das am Hinterkopf beginnt und das Gefühl als würden sie fallen.
  • - haben Kopfschmerzen, die im Hinterkopf beginnen und bis zur Stirn ausstrahlen. Verbesserung durch Urinieren.
  • - haben ein Taubheitsgefühl oder Schweregefühl der Zunge.
  • - haben schwere Lider und verspüren ein Herabfallen ihrer Augenlider.
  • - haben Durchfall durch Schrecken.
  • - haben eine Lähmung ihrer Extremitäten.
  • Es kommt zu Kopfschmerzen von der Schläfe bis zum Ohr.
  • Man hat das Gefühl, als läge ein Band um den Kopf.
  • Die Schmerzen sind dumpf und schwer, es kommt zu Schwindelgefühlen im Hinterkopf. Verbesserung erfolgt durch Zusammendrücken des Kopfes.
  • Man fühlt sich träge, ist zittrig, wirkt wie teilnahmslos.
  • Die Beschwerden sind eine Folge von Angst und Furcht oder auch Lampenfieber.

Hauptanwendungsgebiete

Lampenfieber, Angst bei Prüfungen, Grippe, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber


Anwendungsgebiete von Gelsemium sempervirens


Übersicht zu Gelsemium sempervirens

Wie oft eingesetzt
Häufig
Abkürzung

Gelsemium

Deutscher Name
Gelber Jasmin
Art des Stoffes

Giftpflanze

Typische Potenzen
D6 - D12, niedriger verdünnt giftig


Modalitäten:

Besser durchDas Leiden wird verbessert durch

  • Im Freien
  • Urinieren
  • Durch Bewegung
  • Frische Luft
  • Nach vorne beugen
  • Genussmittel
  • Reizmittel
  • Fortlaufende Bewegung
  • Unter freiem Himmel
  • Wasserlassen

Schlechter durch Das Leiden wird verschlechtert durch

  • Schock
  • Schlechte Nachrichten
  • Sonne
  • Nebel
  • Rauchen
  • Aufregung
  • Vor einem Gewitter
  • Denken an die Beschwerden
  • Nach 0 Uhr
  • Tabak
  • Das Denken an die gesundheitlichen Beschwerden
  • Feuchte Kälte
  • Hitze
  • Wärme
  • Morgens um 10:00 Uhr
  • Nasses und kaltes Wetter
  • Erwartungsanspannung

Weitere Globuli, über die Sie sich bei uns informieren können

Sambucus nigra

Sambucus nigra, der Holunderbaum, wird in der Homöopathie meist bei Erkältungen und Husten bei Kindern eingesetzt. Zudem findet es Anwendung bei Asthma und rheumatischen Beschwerden.

Mehr dazu

Acidum hydrofluoricum

Acidum hydrofluoricum hat eine besondere Wirkung auf die Haut, die Venen, die Lymphdrüsen, das Bindegewebe und die Knochen.

Der Grundstoff von Acidum hydrofluoricum, der Flusssäure, wird als homöopathisches Mittel Acidum hydrofluoricum bei Beschwerden verwendet, die denen durch Säureeinwirkung verursachten Beschwerden ähneln, also zum Beispiel Hautkrankheiten oder auch Sodbrennen.

Mehr dazu





Zu Ihrer Information



<- Auf diese Merker können Sie klicken, worauf diese sich grün färben. So können Sie Symptome und Eigenschaften markieren, um einen schnellen Überblick zu bekommen, was zu Ihnen passt. (Javascript vorausgesetzt!)

Ihr Merkzettel:
Ihr Merkzettel wird automatische gefüllt, wenn Sie auf der Seite Merker ankreuzen. Bitte beachten Sie, dass der Merkzettel aber auch automatisch verändert wird, wenn Sie die Merker ändern! Eigene Eintragungen werden dann gelöscht!

Ihren kompletten Merkzettel finden Sie hier ->


Quellen
Letzte Bearbeitung: 03.08.2018

Bitte beachten Sie: Das Lesen dieser Seiten ersetzt keinen Arztbesuch!