Ignatia

Ignatia, die Ignatiusbohne, auch St.-Ignaz-Bohne genannt, ist nach dem spanischen Priester Ignatius von Loyola, dem Gründer des Jesuitenordens, benannt. Spanische Jesuiten brachten die Samen der Pflanze im 17. Jahrhundert nach Europa. Die Ignatia gehört zur Gattung der Strychnos-Pflanzen, die das in hohen Dosen giftige Strychnin enthalten. In Ignatiusbohnen ist ebenfalls Strychnin enthalten - in homöopathischen Dosen jedoch ist das vollkommen ungefährlich.

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Ignatia ist für Menschen, die sehr sensibel sind, die romantisch sind, intelligent, aber auch hysterisch. Es ist ein bewährtes Mittel für Frauen. Zudem ist es wichtig bei Liebeskummer und anderen Sorgen, zum Beispiel beim Verlust eines Menschen durch Tod oder bei Heimweh.

 

 Zentrale Merkregel

 Meine Ideale kann ich nicht erreichen - ich muß härter werden!



Ignatia wirkt vornehmlich bei einem weiten emotionalen Symptombild, das allgemein mit nervösen Störungen und Verstimmungszuständen beschrieben werden kann, also z. B. Kopfschmerzen, nervöse Zuckungen, Beschwerden mit der Verdauung.

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Typische Symptome Typische Symptome (Leitsymptome), die auf dieses Mittel hindeuten

  • Der Betroffene ist leicht erregbar.
  • - hat widersprüchliche Beschwerden, Symptome schlagen um.
  • Die Beschwerden sind eine Folge von Kummer oder Schreck.
  • - hat wechselhafte Stimmungen.
  • - hat eine Neigung zu Lach- oder Weinkrämpfen.
  • - seufzt viel und weint viel.
  • - hat einen Kloß im Hals.
  • - hat eine Beklemmung in der Brust, welche sich durch Essen bessert.
  • - stößt oft sauer auf.
  • Die Person hat einen saueren Geschmack im Mund.
  • - hat abwechselnd körperliche und psychische Symptome.
  • Der Betroffene hat Krämpfe in Armen oder Beinen.
  • - hat Kopfschmerzen, als würde ein Nagel in den Kopf geschlagen.
  • - kann nicht schlafen, gähnt aber viel.
  • - neigt zu Melancholie und stillem Kummer.
  • - hat heftigen Stimmungswandel.
  • - verträgt keinen Widerspruch, gerät dann schnell in Zorn.
  • - hat Beschwerden durch Liebesenttäuschungen.
  • - ist leicht verletzbar.
  • - ist leicht beleidigt.
  • - will nicht getröstet werden.
  • - seufzt, hält seine Tränen nicht zurück.
  • - liebt stürmisch, ist eifersüchtig.
  • - ist hysterisch.
  • - hat Tics, er hat Zuckungen oder auch Spasmen, ausgelöst durch Kummer.
  • - hat ein Kloßgefühl im Hals. Er beißt beim Sprechen oder beim Essen in die Innenseiten seiner Wangen.
  • - schwitzt nur im Gesicht.
  • - hat Kopfschmerzen, als treibe man ihm einen Nagel durch seinen Kopf.
  • - hat Anfälle von kitzeligem Husten (Kitzelhusten) ohne weitere Krankheitszeichen.
  • - hat durch Kummer Verkrampfungen der Rückenmuskulatur.
  • - ist schlaflos vor Kummer.
  • - träumt von Wasser oder von Wellen, die ihn verschlingen.
  • - war ein ungeliebtes Kind, ist traurig, voller Kummer.
  • - ist nervös.
  • - ist psychisch labil.

Hauptanwendungsgebiete

Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Depressionen, Heimweh


Anwendungsgebiete von Ignatia


Übersicht zu Ignatia

Abkürzung
Ign.
Art der Substanz

Giftige Pflanze

Typische Potenzen
D6 - D12, D3 und tiefer verschreibungspflichtig
Hat einen besonderen Bezug zu
Zentralem Nervensystem, psychischen Ereignissen

Modalitäten:

Besser durchDas Leiden wird verbessert durch

  • Essen
  • Tiefes atmen
  • Die Lage wechseln
  • Druck
  • Wärme
  • Wasserlassen
  • Liegen auf der schmerzenden Seite

Schlechter durch Das Leiden wird verschlechtert durch

  • Aufregung
  • Kummer
  • Ärger
  • Denken an die Beschwerden
  • Psychische Belastungen
  • Berührung
  • Sorgen
  • Am Morgen
  • Kälte
  • Nikotin
  • Kaffee
  • Alkohol


Weitere Globuli, über die Sie sich bei uns informieren können

Nux moschata

Als homöopathisches Mittel wird die Muskatnuss vornehmlich eingesetzt bei nervösen körperlichen Beschwerden. Man setzt es außerdem oft bei Verdauungsbeschwerden ein.

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Acidum nitricum

Acidum nitricum hilft z. B. bei Warzen, die groß, feucht, manchmal blutend sind, sie schmerzen leicht bis stark. Ebenso kann man dieses Mittel bei Warzen am After einsetzen, oder bei Hämorrhoiden und Analfissuren, die brennen, schmerzen und bluten.

Auch bei Hautproblemen, wie bei einer aufgeplatzten Haut, wunden Brustwarzen z. B. beim Stillen, bei Akne, bei Furunkeln, Mitessern und bei Hautgeschwüren kann dieses Mittel helfen. Übermäßiges Schwitzen, Mundgeschwüre und Katarrh mit gelblichem, brennendem Schleim und wunden Nasenlöchern sind ein weiteres Einsatzgebiet. Zudem ist es gegen Blutungen einsetzbar.

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Quellen
Letzte Bearbeitung: 03.08.2018

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